Pelén Boramir

von Redaktion


Integration, Zugzwang oder doch nur möchte gern Coolness? Man kann es sich kaum vorstellen, zuckt auch gerne mal zusammen, wenn von ihnen Aussagen fallen, die sie auswendig gelernt oder aufgeschnappt haben. Sonst so verhasst gegen all das, fühlen sie sich plötzlich verbunden und möchten mitreden. Sie rufen Worte und Namen raus, in der Hoffnung, dass man sie nach der Definition fragt, die sie auswendig gelernt haben, dass man sie am Besten dafür lobt. Eigentlich haben sie keine Ahnung, kaschieren dies auch vier Jahr lang, versuchen dann aber mitzureden, um cool zu sein, um Eindruck zu machen und Props dafür zu bekommen. Frauen, die sich eine Flagge auf die Backe malen und behaupten, sie seien Fußball- Fans.„Ähh, kannst du bitte mal den Fernseher ausmachen und dich fertig machen? Wir müssen los. Ist mir egal, ob die jetzt spielen oder nicht.“ Nur selten ist in einer Beziehung Bundesliga schauen mit vollstem Verständnis erlaubt, nur selten sitzt die Frau mit einem Bier und Gejubel daneben. Ist ja nur die Bundesliga, da kann man eh nicht Partei ergreifen. Frauen kennen Ribéry nur aus der Klatschpresse durch seinen Fehlgriff an einer Minderjährigen, dass er einer der besten französischen Spieler ist, wissen sie nicht. Wer sieht gut aus? Wer besser? Das sind die Kriterien. Die Spielerfrauen sind ihnen am vertrautesten.

Was früher noch zur allgemeinen Belustigung führte und ständig als Maßstab für Fußballwissen eingesetzt wurde, ist heute jeder Frau bekannt. Abseits kann man erklären und warum die Rote Karte Konsequenten hat auch. Mehr Regeln braucht man nicht zu wissen. Der Begriff ‚Schwalbe’ fällt selten, ein Begriff, den sie entweder nicht oft hören oder pro Italien sind. Ist ja auch ein schönes Land.

Und nun sitzt man da, an einem Spieltag und vermisst das Testosteron um sich herum. Ich denke keine Frau möchte Germany’s Next Topmodel nur mit Männern anschauen oder wie würden wir das finden, wenn ein Mann alle Namen der Mitstreiter kennt? Schwul? Warum also denken Frauen, sie seien coole Bräute, wenn sie Fußballregeln aufsagen können? Gehört das nicht zur Allgemeinbildung?

Dass wir Frauen Fußball schauen, erst recht, wenn es um die Weltmeisterschaft geht, ist verständlich. Dass wir patriotisch sind, ok. Dass wir jubeln, uns freuen und Bier aus der Flasche trinken, auch in Ordnung. Aber können wir schweigen und unser Semi-Fachwissen für uns behalten?

Es gibt nichts Schlimmeres als neben einer Frau zu sitzen, die während eines Fußballspiels ständig Béla Réthy in schlecht kopieren möchte und denkt, damit die Männerherzen auf ihre Seite zu bekommen. Man zuckt förmlich zusammen, wenn sie gut gemeinte Vorschläge, gar Witze in den Raum werfen: „Poldi soll raus, Gomez rein.

“ Frauen, die bei einem Deutschlandspiel ein Wir-Gefühl bekommen a la „Haben wir gut gemacht“ und bei einem für sie unwichtigen Spiel Promi-Dinner schauen, sind keine Fußball-Fans, sondern Deutschland-Fans. Irre ich mich und Männer finden das toll, dann lade ich demnächst Männer zum Public-Viewing ein: Popstars mit D!.



Redaktion

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