#18 Editorial

von Richard Kirschstein


Gewinnen oder verlieren. Vor dem inneren Auge spielen sich beide Szenarien blitzschnell ab, durchdacht, bis in’s Detail. Du musst eine Entscheidung treffen.Diesen Monat habe ich entschieden. Die Münze einfach fallen lassen, mir die Hände gewaschen und unter meine Karten geschaut. All-in, so schlimm wird’s nicht sein.Mein Drang, Fahrradfahrer zu schubsen, lässt nicht nach. Die fühlen sich so elegant und unangreifbar. Man muss aufzeigen, dass Gleichgewicht gestört werden kann, sonst wird’s vergessen. So wie bei den Katzen, die sich beim Sprung verrechnen und abstürzen. Realitätsbewusstsein zurückgewonnen. Harte Tatsachen.Ein Ausflug auf die Sonnenseite rettet Dein Leben. Durchatmen. Zeit dehnen. Luft anhalten. Augen schließen. Yoga für Anfänger – erste Schritte leicht gemacht. Augen öffnen. Alles ist gut: Blumenwiesen, Brathähnchen mit Pommes, ‘ne Spritzpistole wo nur Glück rauskommt, Meeressand, Korallenriffe, Fliegen können, Caprisonne und ‘nen Eis am Stiel.Genau so. Nicht anders. Sommerferien. Es ist geschafft. Der erste Urlaub. Die lässt die Füße baumeln. Natürlich die Zehen im Wasser. Die Hände als Kopfkissen. Blick in die Wolken. Vogelperspektive.Fokus: Trade Show. Wer ist schon noch ein Styleleader. Die Stilprägenden müssen heute ihren Stil immer schneller ändern oder ins radikale gehen, weil die Masse von der sie sich abzuheben suchen immer schneller ihre Stile assimiliert. Kann man das mit dem sich abheben dann nicht einfach lassen?

Alles wird gut.

Richard Kirschstein

 

Richard Kirschstein

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