#12 Editorial

von Sophie Senoner


Es gibt ein altes indianisches Sprichwort, das sagt, manchmal man muss anhalten, damit die Seele hinterher kommt. Deswegen lieben wir auch den Dezember: Nix zählt mehr, rien ne va plus und wir genießen es ab Fünf wieder müde zu werden und uns gehen zu lassen. Vielleicht endlich Zeit um zu lernen wie man Plumpudding backt, Braten tranchiert und Weihnachtsbaumstämme anschnitzt. Jetzt Mamas Sachen bei ebay unter *Vintage* verkaufen, sich die Haare wachsen lassen und stundenlang am Telefon die Liebesgeschichten des Sommer durchgehen. Frieden schließen, Liebe gestehen, aus dem Herzen sprechen. Sich von proud inspirieren lassen, was man Silvester trägt. Überdenken, ob man an dem Tag wirklich in Berlin sein will, oder lieber auf einem Schloss in Brandenburg, ein Altherrengut in der Priegnitz oder auf den Straßen Madrids. Listen machen, was man 2010 erreichen will, neuen Kalender kaufen, die Oma anrufen.

proud gibt es jetzt ein Jahr. Wir sind sehr stolz darauf, dass wir uns in diesen schwierigen Zeiten, zwischen dem Hype auf Onlinemags und der Weltwirtschaftskrise durchgesetzt haben, dass wir größer geworden sind, von uns als Team sprechen und aus unseren Fehlern lernen. Wir danken Euch für Eure Treue, die lieben Leserbriefe und aufmunternden Worte. Verzeiht uns unseren Zwölfklässlerhumor und unsere zurückgebliebene Rechtschreibung – es gibt wichtigeres im Leben!

Lest die Dezember proud , esst mehr warme Schokokekse und versteht klassische Musik als einzig wahre und noch unerschlossenste überhaupt. Zwischen Weihnachten und Silvester durchtanzen – 2010 wird heiß!

Text Sophie Senoner


Sophie Senoner

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